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Warum der Winkel entscheidet

Spitz oder stumpf — was der Schleifwinkel für Schnitt und Standzeit bedeutet.

Schaut man eine Schneide von vorn an, sieht man ein schmales V. Der Schleifwinkel beschreibt, wie steil die beiden Seiten dieses V aufeinander zulaufen. Er ist die wichtigste Entscheidung beim Schleifen — wichtiger als der Stein.

Spitzer Winkel: fein und gleitend

Je spitzer der Winkel, desto dünner die Schneide. Sie gleitet mühelos durch Tomatenhaut, Kräuter und rohen Fisch, ohne zu drücken oder zu quetschen. Dafür ist wenig Material hinter der Kante: Sie reagiert empfindlicher auf Knochen, harte Schalen und Unachtsamkeit und muss eher nachgeschliffen werden.

Ein spitzer Winkel passt zu harten, dünnen Klingen — typisch für viele japanische Messer.

Stumpfer Winkel: robust und verzeihend

Ein stumpferer Winkel lässt mehr Stahl hinter der Schneide. Das Messer schneidet etwas weniger fein, steckt aber Kürbis, Brotkruste und ein gelegentliches Anstoßen am Topfrand besser weg. Die Schärfe hält länger.

Er passt zu weicheren, kräftigeren Klingen — wie sie in vielen europäischen Küchenmessern stecken — und zu Messern, die täglich viel aushalten müssen.

Welcher Winkel für Ihr Messer?

Eine Faustregel: Je härter und dünner die Klinge, desto spitzer darf der Winkel sein. Je mehr ein Messer grob arbeiten muss, desto stumpfer. Bei uns wählen Sie den Winkel selbst — und wenn Sie unsicher sind, sehen wir uns das Messer gemeinsam an.