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Warum scharfe Messer sicherer sind

Und warum Kochen damit wieder Freude macht.

Es klingt verkehrt, ist aber so: Das gefährlichste Messer in der Küche ist das stumpfe.

Weniger Kraft, mehr Kontrolle

Ein scharfes Messer schneidet durch sein eigenes Gewicht und eine ruhige Zugbewegung. Die Hand führt, sie drückt nicht. Ein stumpfes Messer braucht Kraft — und wo Kraft im Spiel ist, fehlt Kontrolle. Gibt das Schnittgut plötzlich nach, schießt die Klinge weiter, als man wollte.

Es rutscht nicht ab

Eine glatte Oberfläche wie Tomatenhaut, Paprika oder Zwiebel bietet einer stumpfen Schneide keinen Halt. Sie gleitet zur Seite, genau in Richtung der Finger, die das Gemüse halten. Eine scharfe Schneide greift dort, wo man sie ansetzt.

Und die Wunde?

Wenn doch etwas passiert, ist ein Schnitt mit einer scharfen Klinge meist glatt und heilt gut. Eine stumpfe Klinge reißt und quetscht.

Die Freude am Kochen

Das Wichtigste merkt man erst, wenn man es wieder hat: Schneiden mit einem scharfen Messer ist leise, leicht und genau. Die Kräuter bleiben grün, die Zwiebel tränt weniger, die Scheiben werden gleichmäßig. Aus einer lästigen Vorarbeit wird wieder ein Teil des Kochens.